Wir haben es doch vorhergesagt

Die aktuellen Kostensteigerungen beim Schulzentrum in Coesfeld kommen nicht überraschend. Bereits im Jahr 2022 haben wir deutlich darauf hingewiesen, dass sich die Entwicklung in eine problematische Richtung bewegt. Schon damals war erkennbar, dass die Ausgaben deutlich anziehen und die ursprünglichen Planungen nicht ausreichen würden.

Heute bestätigt sich diese Einschätzung erneut. Die Kosten steigen weiter, und es ist nicht absehbar, dass damit bereits der Höhepunkt erreicht ist. Vielmehr spricht vieles dafür, dass weitere Mehrkosten folgen werden. Genau vor dieser Dynamik haben wir frühzeitig gewarnt.

Dabei steht außer Frage, dass Investitionen in Bildung notwendig und richtig sind. Der Bildungsstandort Coesfeld muss gestärkt und zukunftsfähig aufgestellt werden. Gute Schulen sind eine zentrale Grundlage für die Entwicklung unserer Stadt und für die kommenden Generationen.

Gleichzeitig darf das nicht bedeuten, dass ein Projekt finanziell aus dem Ruder läuft. Die anhaltenden Kostensteigerungen lassen zunehmend den Eindruck entstehen, dass hier ein Vorhaben entsteht, dessen Ende finanziell nicht klar absehbar ist. Verantwortung bedeutet in diesem Zusammenhang auch, Entwicklungen kritisch zu begleiten und rechtzeitig gegenzusteuern.

Bereits in unserer ersten Haushaltsrede haben wir auf diese Problematik aufmerksam gemacht und den Vergleich mit der „Elbphilharmonie von Coesfeld“ gezogen. Dieser Hinweis war bewusst zugespitzt, sollte aber genau auf die Risiken hinweisen, die sich nun immer deutlicher zeigen.

Es geht nicht darum, notwendige Investitionen infrage zu stellen. Es geht darum, Planungssicherheit zu schaffen, Kosten realistisch einzuschätzen und mit öffentlichen Mitteln verantwortungsvoll umzugehen. Nur so kann gewährleistet werden, dass wichtige Projekte langfristig tragfähig bleiben.